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PNP 05.12.25: SPD Winhöring nominiert ihre Kandidaten
08. Dezember 2025
Je acht Frauen und Männer – Generationswechsel eingeleitet – Ein Gemeinderat will Bindeglied bleiben
Winhöring.Unter der Leitung seines Ortsvorsitzenden Josef Jung hat der SPD-Ortsverein am Dienstagabend eine mit je acht Männern und Frauen besetzte Liste für die Kommunalwahl am 8. März 2026 zusammengestellt.Im Sportheim hieß Jung zur Kandidaten-Kür 21 Gäste willkommen, unter ihnen zwölf von 21 angeschriebenen Wahlberechtigten. Sie bestätigten mit zehn gültigen von zwölf Stimmen in geheimer Blockwahl die Vorschläge des Ortsvorstands. Die paritätische Besetzung schreibt die Satzung der Partei auf allen Ebenen vor. Josef Jung wies die Versammlung darauf hin, dass die SPD die Gemeinde in den letzten 70 Jahren mitgestaltet habe. Zu den in dieser Zeit maßgeblichen, bereits verstorbenen Aktiven zählte auch sein gleichnamiger Vater. Jungs Frau Elfi saß in der letzten Wahlperiode im Gemeinderat, Jung selbst hatte dort seit 1984 mit berufsbedingten Unterbrechungen von neun Jahren Sitz und Stimme. Der Ortsvorsitzende kandidiert nicht mehr. Anneliese Unterreiner tritt nach zwei Wahlperioden ebenfalls nicht mehr an. Daher soll Gerhard Ortler (67) als drittes aktuelles Ratsmitglied während des Generationswechsels in seiner vierten Wahlperiode für Kontinuität sorgen. Unterbezirksvorsitzender Jürgen Gastel berichtete in seinem Grußwort, die Partei habe vor zwei Jahren mit Schulungen begonnen und sich schon früh um die Kandidaten- und Themensuche bemüht. Nun sei sie auch auf alle Social-Media-Kanäle gut vorbereitet. Im April werde es einen Schulungstermin für neue Mandatsträger aus dem Landkreis geben, die ihre Ämter im Mai antreten. „Fast die Hälfte der Kandidatinnen und Kandidaten sind höchstens 40 Jahre alt oder jünger“, erklärte Josef Jung. „Weil für die Gemeinde Familien-Angelegenheiten wichtig sind, sollten die Großväter zurücktreten.“ Im Ortsverband habe man sich entschieden, keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen, weil der aktuelle seine Sache alles in allem gut mache. In letzter Zeit allerdings sei er öfters „forsch und unabgestimmt“ aufgetreten und brauche daher ein Korrektiv. Die SPD wolle im Gemeinderat so konstruktiv wie in den letzten sechs Jahren mitarbeiten, in denen man gut in angenehmem Klima habe arbeiten können. Jung schloss mit dem ermunternden Hinweis an die Newcomer, es handle sich um eine „wertvolle, schöne, unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit“. Gerhard Ortler merkte dazu an, die Arbeit im Gemeinderat bringe mehr Spaß als Ärger und man könne Einiges mitgestalten. Angeführt wird die Liste nun von Magdalena Jung-Plank, der Tochter von Elfi und Josef Jung. Während ihrer Vorstellung betonten mehrere Bewerberinnen und Bewerber, dass ihnen soziale Themen und Kinder wichtig seien. Viele haben auch Kinder im Kindergarten- und Schulalter. Zu ihnen zählt auch eine Lehrerin für Pflegeberufe.
Während der Stimmauszählung sagte auch SPD-Landratskandidat Holger Gottschalk, er wolle sich für Kinder einsetzen und sei deshalb Jugendreferent der Stadt Altötting. Seine wichtigsten Punkte im Wahlkampf seien aber die Finanzen des Landkreises, die PFOA-Problematik und das Klinikum. Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses wurden in einem weiteren schriftlichen Wahlgang erstens Anneliese Unterreiner und zweitens Vorstandsmitglied Leslie Philibert zu Ersatzbewerbern gewählt. In seinem Schlusswort betonte der Versammlungsleiter Josef Jung, die SPD werde weiterhin eine sachliche Diskussion führen und zielorientiert für den Ort arbeiten. „Streithansel“ seien nicht gefragt. Für rund 2000 Stimmen gebe es in Winhöring ein Mandat. Dass das Wahlrecht vorsehe, einzelne Menschen zu wählen, sei ein „goldener Wert“. Es mache allerdings manche Liste auch so kompliziert, dass man sich die Briefwahl ernsthaft überlegen solle.
Die Liste:
Platz 1: Magdalena Jung-Plank, Platz 2: Gerhard Ortler, Platz 3: Heidi Prinz, Platz 4: Christian Ferderer, Platz 5: Waltraud Himpsl-Philibert, Platz 6: Sepp Perschl, Platz 7: Manuela Sauerer, Platz 8: Tobias Unger, Platz 9: Natascha Kaiß, Platz 10: Leo Schechtl, Platz 11: Birgit Graf, Platz 12: Robert Meindorfer, Platz 13: Märta Zankl-Becker, Platz 14: Markus Heller, Platz 15: Elfi Jung, Platz 16: Daniel Schickhuber.