PNP 20.02.26: Fisch und Quiz

22. Februar 2026

„Etwas anderer“ Aschermittwoch der SPD – 33 Fragen, eine Verlosung
Altötting.Zu einem politischen Aschermittwoch der etwas anderen Art hatte die SPD ins Gasthaus Graming eingeladen. Was wie eine Kundgebung begann, endete in einem kurzweiligen Abend mit Talk, Quiz, Kabarett und Verlosung.

PNP 20.02.26: Fisch und Quiz
„Einer von uns und Fisch für alle“ war als Motto ausgegeben. Landratskandidat Holger Gottschalk stellte vorsichtshalber gleich klar: „Den Fisch müssen Sie natürlich selber bezahlen“. Alles Wissenswerte über die Kandidaten, das SPD-Programm und die Wahl-Regularien stand in einer Broschüre, die an den Tischen auslag. Hinzu kamen Bierdeckel mit Gottschalks Konterfei. Er bildete während der Veranstaltung zusammen mit Unterbezirksvorsitzendem Jürgen Gastel das Moderatoren-Duo.
Gastel oblag es, als erster ans Pult zu treten. Nach Begrüßung der wichtigsten Besucher lobte er das Zustandekommen der vielen SPD-Listen im Landkreis. „Wir sind bei der Kommunalwahl gut aufgestellt“, sagte er. Die Vorbereitungen dazu hätten bereits vor zwei Jahren begonnen. Derzeit sorge die SPD mit allerlei Aktivitäten für Aufmerksamkeit.
Aus aktuellem Anlass griff Gastel eine Bemerkung von Ministerpräsident Markus Söder beim politischen Aschermittwoch in Passau auf. Der habe dort von „sozialistischen Klugscheißern, die sich aus Bayern schleichen sollen“ gesprochen. Ferner prangerte der Vorsitzende an, dass die Landesregierung die Kommunen mit CSU-Bürgermeistern bevorzugt behandeln würde. Dafür sei der Ausdruck „Bananenrepublik“ gerechtfertigt. Als einzigen „Gegner“ sieht Gastel aber die AfD. Alle anderen Parteien könne man als „Mitbewerber“ bezeichnen. Die AfDler hingegen würden mit plumpen Parolen das Volk spalten und damit der Demokratie schaden. Keiner von denen habe für dieses Land schon etwas geleistet, während die SPD-Kandidaten allesamt gesellschaftlich sehr aktiv seien.
Dann folgte ein Schwenk des Redners in die Landkreis-Politik. Er wollte dem scheidenden CSU-Landrat Erwin Schneider ein Abschlusszeugnis ausstellen. Was soll man hinein schreiben? Im Prinzip habe er ja seinerzeit einen funktionierenden Landkreis von seinem Vorgänger Seban Dönhuber (SPD) übernommen und seine Pflichtaufgaben brav erledigt. Aber mittlerweile gebe es allerhand Kritikpunkte, die man ihm vorwerfen könne.
Gastel setzte gerade an, über die PFOA-Problematik zu sprechen, als er rüde von Gottschalk unterbrochen wurde. Einerseits sei er besorgt um Gastels Blutdruck, bemerkte der Landrats-Kandidat, andererseits habe man den Leuten ja etwas anderes als trockene Reden versprochen. Diese Intervention war natürlich zwischen den beiden abgesprochen.
Angesichts der Zusammenstellung des Publikums im voll besetzten Saal war es ohnehin nicht nötig, um Stimmen zu werben. Die hatte man im Prinzip schon sicher, denn etwa die Hälfte bestand aus SPD-Kandidaten, der Rest aus Freunden, Angehörigen oder Sympathisanten. So kündigte Gottschalk nun ein unterhaltsames Programm an. Den kabarettistischen Auftakt machte ein schon etwas betagter „Feuerwehrmann mit Ahnung“. Der Sepp, alias Josef Putz aus Neuötting, erschien in historischer Uniform und erzählte in gesetzten Reimen von einem Brandeinsatz am Samstagabend, bei dem mangels Motivation ein Stadel komplett eingeäschert wurde.
Im Pub-Quiz standen dann 33 Fragen rund um Gottschalks Wahlkampf auf der Agenda. Fast alles drehte sich um seine Radl-Touren durch den Landkreis. Das medienwirksame Unternehmen wurde mit Videos auf den wichtigsten sozialen Kanälen dokumentiert. Zwischendrin holte sich Gottschalk die jeweiligen Bürgermeisterkandidaten zu einem munteren Plausch auf die Bühne.
Trotz der kniffligen Fragen wurden beim Quiz überraschend gute Ergebnisse erzielt. So landeten gemeinsam auf Platz 1 mit jeweils 30 von 33 möglichen Punkten: Franz Kammhuber, Mirjam Luttenberger und Stefan Wienzl. Nach Reihenfolge der Platzierung durften sich die Teilnehmer einen von rund 30 Gutscheinen und Sachpreisen im Wert bis zu 100 Euro aussuchen.
Unter allen Besuchern wurde dann noch eine viertägige Berlinreise für zwei Personen, zur Verfügung gestellt von MdB Bärbel Kofler, verlost. Glückliche Gewinnerin war Anneliese Unterreiner aus Winhöring.
−frä

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